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Meissen erkennen: Schwertermarke, Zwiebelmuster & Fälschungen

✦ DGuSV-zertifizierte Expertin

Blau-weiß bemalte Porzellantasse mit Goldrand auf dunklem Holztisch

Sie haben auf dem Dachboden eine alte Vase entdeckt, auf deren Boden zwei gekreuzte blaue Schwerter zu sehen sind – und fragen sich jetzt, ob das wirklich echtes Meissener Porzellan sein könnte? Diese Frage höre ich fast wöchentlich. In meiner über 17-jährigen Tätigkeit als Sachverständige für Antiquitäten und Kunst habe ich Hunderte von Meissen-Stücken bewertet – und genauso viele Fälschungen, Imitationen und gut gemeinten Fehldeutungen erlebt. Meissen erkennen ist eine Kunst für sich, aber mit dem richtigen Blick auf Schwertermarke, Malstil und Qualitätsmerkmale kommen Sie einer belastbaren Einschätzung schon sehr nah.

In diesem Ratgeber erkläre ich Ihnen Schritt für Schritt, woran Sie echtes Meissener Porzellan erkennen, wie Sie die Schwertermarke zeitlich einordnen und welche Zeichen auf eine Fälschung oder eine Kopie hinweisen. Das Wissen darüber lohnt sich: Originale aus bestimmten Meissener Epochen können einen erheblichen Sammlerwert besitzen – und das erkennt man nicht auf den ersten Blick.

Was macht Meissener Porzellan so besonders?

Meissener Porzellan ist kein gewöhnliches Porzellan. Die Manufaktur in Meißen an der Elbe, 1710 von August dem Starken gegründet, war die erste Hartporzellan-Manufaktur Europas – und das merkt man der Ware bis heute an. Das sogenannte „Weiße Gold“ wurde aus kaolinhaltiger Erde gebrannt, die in der Umgebung Meißens gefunden wurde, und zeichnet sich durch eine außergewöhnlich feine, transluzente Qualität aus. Die Glasur liegt satt und tief, die Bemalung ist in der Regel mit einer Präzision ausgeführt, die auch nach Jahrhunderten noch fasziniert.

Was viele nicht wissen: Meissen hat nie aufgehört zu produzieren. Die Manufaktur existiert bis heute und stellt nach wie vor hochwertige Porzellane her. Das bedeutet für Sie als potenzielle Verkäuferin oder Käuferin: Nicht jedes Stück mit Schwertermarke ist automatisch ein antikes Sammlerstück. Die Einschätzung, ob ein Stück aus dem 18., 19. oder 20. Jahrhundert stammt – oder gar neu ist – macht einen erheblichen Unterschied für den Wert.

💡 Gut zu wissen: Meissener Porzellan wird seit 1710 hergestellt. Stücke aus der Frühzeit (1710–1770) gelten als besonders begehrt unter Sammlern, da sie die handwerkliche Meisterschaft der frühen Manufaktur dokumentieren. Spätere Epochen sind nicht minder hochwertig, aber anders zu bewerten.

Die Schwertermarke: Wie lese ich das Meissen-Zeichen richtig?

Die beiden gekreuzten blauen Schwerter unter der Glasur sind das bekannteste Keramik-Markenzeichen der Welt – und gleichzeitig das am häufigsten gefälschte. Als DGuSV-zertifizierte Sachverständige schaue ich bei jedem Stück zuerst auf diese Marke und analysiere sie in mehreren Schritten: Form der Schwerter, Farbe, Position, Tiefe in der Glasur und – ganz entscheidend – eventuelle Schleifstriche.

Die Schwertermarke wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder leicht verändert. Diese Veränderungen sind kein Zufall, sondern erlauben erfahrenen Sachverständigen, ein Stück grob zeitlich einzuordnen. Dabei gilt: Je genauer und gleichmäßiger die Schwerter gezeichnet sind, desto mehr spricht für eine sorgfältige Ausführung – das allein sagt aber noch nichts über die Echtheit.

Die Schwertermarke nach Epochen: Eine Übersicht

Zeitraum Merkmal der Schwertermarke Besonderheiten
1710–1720 (Frühzeit) Noch keine einheitliche Marke; Monogramme „AR“ oder „KPM“ für kurfürstliche Porzellane Schwertermarke noch nicht etabliert; sehr selten
ab ca. 1723 Erste gekreuzte Schwerter, noch unregelmäßig und variierend Schwerter oft etwas gröber, leichte Asymmetrie
1763–1774 (Marcolini-Vorperiode) Feinere Schwerter, gelegentlich mit Stern zwischen den Klingen Stern als Zusatzzeichen möglich
1774–1814 (Marcolini-Periode) Schwerter mit Stern (Asterisk) zwischen den Griffen Marcolini-Stern gilt als Qualitätsmerkmal dieser Ära
19. Jahrhundert Schwerter ohne Stern, gleichmäßiger und technisch sauberer Häufig begleitet von Formernummern und Malernummern
Ab 1924 (Neuzeit) Schwerter mit einem waagerechten Schleifstrich Stücke zweiter Wahl (kleine Mängel) wurden geschliffen
Ausschussware / B-Ware Schwerter mit zwei oder drei Schleifstrichen (durchgeschliffen) Nicht für den Verkauf als Erstware vorgesehen

Die Schleifstriche sind ein Thema für sich: Wenn Sie ein Stück mit einer durchgeschliffenen oder stark beschädigten Schwertermarke vor sich haben, handelt es sich um sogenannte Ausschussware oder B-Ware. Das bedeutet, das Stück hatte ursprünglich einen kleinen Brennfehler, eine Trübung oder eine ungleichmäßige Glasur und wurde daher nicht als Erstware verkauft. Der Sammlerwert solcher Stücke ist deutlich geringer – auch wenn das Stück ansonsten sehr schön aussieht.

Merke: Ein bis drei Schleifstriche durch die Schwertermarke bedeuten immer: B-Ware oder Ausschuss – auch bei sonst tadellosen Stücken.

Das Zwiebelmuster-Original: So unterscheiden Sie Meissen von der Imitation

Das Zwiebelmuster gehört zu den bekanntesten Dekoren der Porzellangeschichte. Entworfen wurde es um 1739 von Johann David Kretschmer nach chinesischen Vorbildern – die „Zwiebeln“ sind übrigens gar keine Zwiebeln, sondern stilisierte Granatäpfel und Pfirsiche. Das Dekor ist so populär, dass es seit Jahrhunderten von Manufakturen in aller Welt kopiert wird: von Böhmen über Japan bis nach China. Kein anderes Porzellanbild ist häufiger imitiert worden.

Die wichtigste Frage lautet daher nicht „Ist das Zwiebelmuster schön?“ – das ist es fast immer. Die entscheidende Frage ist: Stammt es aus Meißen, oder ist es eine der vielen Imitationen aus anderen Manufakturen?

Woran erkenne ich das Meissener Original-Zwiebelmuster?

Das Meissener Zwiebelmuster zeichnet sich durch eine bestimmte Strichführung und Komposition aus, die sich von anderen Manufakturen unterscheidet. Das Kobaltblau ist unter der Glasur aufgemalt – man spricht von einer Unterglasurmalerei – und wirkt dadurch leicht vertieft und leuchtkräftig, nie flach aufgetragen. Beim Betrachten unter einer Lupe erkennt man die einzelnen Pinselstriche, die eine bestimmte Lebendigkeit und Bewegung zeigen, die industriell gefertigte Imitationen nicht erreichen.

Zudem trägt jedes Original aus Meißen die Schwertermarke im Boden. Viele Imitationen verwenden zwar ähnliche Marken, aber ein geübtes Auge erkennt die Unterschiede in Strichstärke, Winkel und Proportionen der Schwerter. Einige Hersteller wie Hutschenreuther oder Kahla haben das Zwiebelmuster jahrelang legal gefertigt und verwenden eigene Marken – diese Stücke sind keine Fälschungen, aber auch keine Meissener Originale.

💡 Gut zu wissen: Das Zwiebelmuster von Meissen ist seit 1888 als Marke für die Manufaktur Meißen eingetragen. Trotzdem dürfen andere deutsche Hersteller das Muster verwenden – nur nicht in Kombination mit der Schwertermarke. Wenn Sie beides sehen (Zwiebelmuster + Schwerter), ist zumindest die Marke echt. Ob das Stück tatsächlich in Meißen entstanden ist, klärt eine fachkundige Bewertung.

„Das Zwiebelmuster ist wie ein alter Volksschauspieler: fast jeder kennt ihn, aber kaum jemand weiß, woher er ursprünglich kommt. Wenn Kundinnen und Kunden mir ein Zwiebelmuster-Service zeigen, schaue ich zuerst auf die Marke und dann auf die Qualität der Unterglasurmalerei. Diese beiden Merkmale zusammen sagen mehr als jedes Stempel-Verzeichnis.“

— Katharina Seider, DGuSV-zertifizierte Sachverständige

Typische Fälschungen und wie man sie entlarvt

Fälschungen von Meissener Porzellan gibt es seit dem 18. Jahrhundert – kaum war die Manufaktur gegründet, versuchten andere, den Erfolg zu kopieren. Heute begegnen mir in meiner Praxis vor allem drei Arten von Stücken, die echtes Meissen vortäuschen sollen oder unbewusst als solches ausgegeben werden.

Aufgeklebte oder nachträglich aufgemalte Marken

Die häufigste Fälschungsmethode ist verblüffend simpel: Eine Schwertermarke wird nachträglich auf den Boden des Stücks aufgemalt oder als Abziehbild (Transferdruck) aufgebracht und dann gebrannt. Solche Marken sitzen nicht in der Glasur, sondern auf ihr – sie wirken daher flacher, matter und oft leicht unscharf. Wenn Sie mit dem Fingernagel vorsichtig über die Marke fahren, spüren Sie im Idealfall einen minimalen Höhenunterschied zur Glasuroberfläche. Das ist kein Beweis, aber ein Indiz.

Ein weiteres Erkennungsmerkmal: Die Farbe einer echten Unterglasur-Schwertermarke hat einen leicht violett-blauen Ton, der durch den Brennprozess entsteht. Aufgemalte Marken sind oft zu gleichmäßig blau oder zu intensiv gefärbt, weil der charakteristische Brennprozess fehlt.

Böhmische und osteuropäische Imitationen aus dem 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert produzierten zahlreiche böhmische Manufakturen – heute überwiegend in Tschechien – Porzellan, das Meissener Ware optisch sehr ähnlich sah. Diese Stücke haben oft eine eigene Marke, die der Schwertermarke verblüffend ähnelt: leicht gedrehte Schwerter, ein zusätzliches Ornament oder eine geänderte Proportionierung. Qualitativ sind viele dieser Stücke durchaus hochwertig – aber sie sind keine Meissener Originale. Der Sammlerwert ist entsprechend ein anderer.

Moderne Replikate aus Fernost

Seit den 1980er Jahren überschwemmen qualitativ hochwertige Replikate aus China und Japan den Markt. Besonders betroffen ist das Zwiebelmuster, aber auch figürliche Stücke wie Tierplastiken oder Figurengruppen werden imitiert. Die Qualität dieser Replikate ist oft so gut, dass selbst geübte Augen zweimal hinschauen. Verräterisch sind oft der Klang beim leichten Klopfen (echtes Hartporzellan klingt heller und länger nach), die Bodenbeschaffenheit (oft etwas rauer oder zu glatt) und das spezifische Gewicht des Stücks.

Was verrät der Boden eines Meissen-Stücks noch?

Der Boden eines Meissener Porzellans ist eine Fundgrube für die Datierung und Echtheitsprüfung. Neben der Schwertermarke finden sich dort häufig weitere Zeichen, die Sachverständige einordnen können: Formernummern, Malernummern, Pressnummern und Modellnummern. Diese Zahlen und Buchstaben wirken auf den ersten Blick kryptisch, aber sie bilden ein System, das die Manufaktur über Jahrhunderte gepflegt hat.

Formernummern identifizieren die Form des Stücks – sie sind häufig eingepresst und lassen sich unter einem Formkatalog zurückverfolgen. Malernummern geben Auskunft darüber, welche Dekorationsabteilung oder welcher Maler das Stück bemalt hat. Diese Nummern sind nicht gefälscht, weil sie im weichen Ton vor dem Brand eingedrückt wurden – ein Fälscher müsste das gesamte Stück neu brennen, um sie zu manipulieren.

Der Boden selbst – also die unglasierte Standfläche – zeigt bei echtem Meissener Hartporzellan eine charakteristische Textur: leicht körnig, aber gleichmäßig, von einer cremig-weißen bis leicht grauen Farbe. Stark gelbliches oder bräunliches Bodenporzell deutet auf andere Hersteller hin.

💡 Gut zu wissen: Die Provenienz – also die nachweisbare Herkunftsgeschichte eines Stücks – kann den Wert erheblich beeinflussen. Alte Kaufbelege, Auktionskataloge, Erbdokumente oder Fotos, auf denen das Stück zu sehen ist, sind für die Einschätzung sehr hilfreich. Haben Sie solche Unterlagen, bringen Sie sie bei einer Beratung ruhig mit.

Wichtige Meissen-Dekore und Serien, die Sammler kennen sollten

Meissener Porzellan ist nicht gleich Meissener Porzellan – die Manufaktur hat im Laufe ihrer Geschichte eine Vielzahl von Dekoren und Serien entwickelt, die sehr unterschiedlich von Sammlern bewertet werden. Wer die wichtigsten Serien kennt, kann schon beim ersten Blick einschätzen, ob ein Stück von besonderem Interesse sein könnte.

  • Zwiebelmuster (ab ca. 1739): Das bekannteste und meistverkaufte Dekor, in Unterglasurblau. Sehr weit verbreitet und entsprechend in vielen Qualitätsstufen vorhanden.
  • Indisch-Blumen / Deutsche Blumen (ab ca. 1720er): Florale Dekore, zuerst nach ostasiatischen Vorbildern („indianische Blumen“), dann in einer naturalistischen europäischen Variante. Hochwertige frühe Stücke mit solchen Dekoren sind besonders gesucht.
  • Figurenplastiken (Modelle von Kändler, ab 1731): Johann Joachim Kändler schuf für Meissen ikonische Figuren – Harlekine, Damen und Herren, Tiere. Originale aus dem 18. Jahrhundert sind sehr selten und entsprechend besonders wertvoll unter Sammlern.
  • Schwanenservice (ab 1737): Das berühmteste Speiseservice der Manufakturgeschichte, entworfen für Graf Brühl. Original-Stücke sind musealen Wert. Spätere Reproduktionen im gleichen Stil kommen vor.
  • Onion Pattern / Blaue Periode: Sammelbezeichnung für Stücke mit dem klassischen Unterglasurblau-Dekor, das in vielen Varianten über Jahrhunderte produziert wurde.

Meissen und der Unterschied zu anderen deutschen Porzellanmanufakturen

Eine häufige Verwechslung in meiner täglichen Praxis: Stücke von KPM Berlin, Nymphenburg, Rosenthal oder Hutschenreuther werden als Meissen vorgestellt. Das ist kein Vorwurf – diese Manufakturen haben ebenfalls eine lange Tradition und produzieren qualitativ hochwertige Porzellane. Aber sie sind keine Meissener Stücke, und das schlägt sich in der Bewertung nieder.

Zur Unterscheidung: Die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM) verwendet als Marke einen blauen Reichsapfel oder ein Zepter. Die Manufaktur Nymphenburg nutzt einen rautenförmigen Schild (das bayerische Wappen). Rosenthal kennzeichnet seine Ware mit dem Schriftzug „Rosenthal“. Keine dieser Marken ähnelt der Meissener Schwertermarke – wer die Marken kennt, verwechselt sie nicht.

Wenn Sie unsicher sind, welche Manufaktur hinter einem Stück steckt, lassen Sie es von einer erfahrenen Sachverständigen einschätzen. Im Rahmen unserer Porzellan-Ankauf-Beratung schaue ich mir Ihre Stücke gerne persönlich an und sage Ihnen, womit wir es wirklich zu tun haben.

Was ist echtes Meissener Porzellan wert – und wie lässt man es bewerten?

Das ist die Frage, die am Ende jeden interessiert. Und die ehrliche Antwort lautet: Es kommt auf sehr viele Faktoren an. Epoche, Dekor, Zustand, Seltenheit, Provenienz, Formernummer, Maler – all das fließt in eine fundierte Einschätzung ein. Pauschale Wertangaben wären daher irreführend und würden Ihnen nicht helfen.

Was ich Ihnen sagen kann: Meissener Porzellan aus dem 18. Jahrhundert, insbesondere Figuren nach Modellen von Kändler oder frühe Tafelservices mit aufwendiger Bemalung, besitzen einen erheblichen Sammlerwert und werden von Kennern und Auktionshäusern gleichermaßen gesucht. Stücke des 19. und frühen 20. Jahrhunderts sind etwas häufiger und entsprechend anders einzuordnen – aber auch hier gibt es Serien und Ausführungen, die Sammler sehr schätzen.

Wenn Sie ein Stück oder eine ganze Sammlung besitzen, die möglicherweise aus der Meissener Manufaktur stammt, empfehle ich Ihnen: Lassen Sie es von einer zertifizierten Sachverständigen einschätzen, bevor Sie irgendeine Entscheidung treffen. Nicht weil ich pessimistisch wäre – sondern weil ich regelmäßig erlebe, wie Stücke aus Unwissenheit weit unter Wert weitergegeben werden. Erst letzte Woche hatte ich eine Kundin aus Esslingen, die ein komplettes Kaffeeservice für ein paar Euro auf einem Flohmarkt verkauft hätte – bis sie mich anrief und wir gemeinsam feststellten, dass es sich um bemaltes Meissener Porzellan aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts handelte.

Wenn Sie Ihre Stücke möglicherweise auch verkaufen möchten, lesen Sie gerne auch meinen ausführlichen Ratgeber zum Thema Meissen Porzellan verkaufen, in dem ich den gesamten Prozess vom ersten Anruf bis zur Auszahlung erkläre.

Für Kundinnen und Kunden im Raum Stuttgart ist meine Seite zum Porzellan-Ankauf in Stuttgart ein guter Einstieg – ebenso wie für alle, die aus dem Großraum München kommen und ihre Stücke persönlich vorstellen möchten: Mein Einzugsgebiet im Raum München umfasst die gesamte Region.

Merke: Kein Onlinefoto und kein Selbsttest ersetzt die Einschätzung durch eine erfahrene Sachverständige – besonders bei Stücken, die möglicherweise aus der Frühzeit der Manufaktur stammen.

Meissen richtig einschätzen lassen: So läuft es bei mir ab

Viele Menschen zögern, eine Sachverständige zu kontaktieren – aus Unsicherheit, aus Scheu oder weil sie denken, sie müssten sich erst gründlich vorbereiten. Das ist nicht nötig. Rufen Sie mich einfach an: +49 178 4491578. Sie schildern mir kurz, was Sie haben – ob ein einzelnes Stück oder ein ganzes Service –, und wir besprechen, wie wir am besten vorgehen.

Wenn Sie möchten, komme ich zu Ihnen nach Hause. Gerade bei größeren Sammlungen oder Nachlässen ist das oft der einfachste Weg: Ich bringe meine Lupe, mein Fachwissen und – wenn wir uns einigen – auch die Möglichkeit zur sofortigen Barzahlung mit. Alternativ bringen Sie Ihre Stücke gerne zu mir nach Nürtingen. Beides ist gleichwertig – entscheidend ist, dass Ihre Stücke die Einschätzung bekommen, die sie verdienen.

Mein Einzugsgebiet umfasst ganz Baden-Württemberg und Bayern – ob Sie in Stuttgart, Tübingen, Augsburg oder Starnberg wohnen: Ich bin für Sie da.

Häufig gestellte Fragen

Wie erkenne ich echtes Meissener Porzellan an der Schwertermarke?

Echtes Meissener Porzellan trägt eine in kobaltblauem Unterglasur eingebrannte Schwertermarke – das bedeutet, die Marke liegt unter der Glasur und ist daher fest mit dem Porzellan verbunden, nicht aufgemalt. Form, Proportionen und Farbe der Schwerter verändern sich je nach Epoche leicht. Ein bis drei Schleifstriche durch die Marke kennzeichnen Ausschussware mit geringerem Sammlerwert. Für eine zuverlässige Einschätzung ist die Begutachtung durch eine erfahrene Sachverständige empfehlenswert.

Ist jedes Zwiebelmuster-Porzellan automatisch von Meissen?

Nein. Das Zwiebelmuster wurde und wird von zahlreichen anderen Manufakturen produziert – unter anderem von böhmischen Herstellern, japanischen und chinesischen Produzenten sowie deutschen Manufakturen wie Hutschenreuther. Ein echtes Meissener Zwiebelmuster-Stück trägt immer die gekreuzten Schwerter im Boden. Fehlt diese Marke oder weicht sie sichtbar ab, handelt es sich um eine Imitation – die qualitativ gut sein kann, aber einen anderen Sammlerwert besitzt.

Kann ich Meissener Porzellan auch ohne Unterlagen verkaufen?

Ja, absolut. Sie brauchen keine Kaufbelege, Erbdokumente oder Kataloge, um Ihre Stücke bewerten und verkaufen zu lassen. Sofern vorhanden, helfen solche Unterlagen bei der Einschätzung der Provenienz – sie sind aber keine Voraussetzung. Rufen Sie mich einfach an und schildern Sie mir, was Sie haben. Den Rest übernehme ich.

Unverbindliche Ersteinschätzung

Sie möchten wissen, ob Ihr Meissener Porzellan ein Original ist – und was es wert sein könnte? Ich berate Sie gerne persönlich, ohne Vorbereitung und ohne Verpflichtung. Erreichbar in Stuttgart, München und ganz Süddeutschland.

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Hinweis: Antik Seider ist ein unabhängiges Ankaufs- und Sachverständigenbüro und steht in keiner geschäftlichen Verbindung zur Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen GmbH. Alle Markennennungen dienen ausschließlich der Beschreibung und Identifizierung der Objekte.






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Katharina Seider · DGuSV-ZERTIFIZIERT

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